Alteburg

Bilder und Berichte aus der Alteburg

Jeckespill in der Südstadt oder in Bayenthal

Liegt die Alteburg in der Südstadt oder in Bayenthal? Da war sich das Publikum nicht ganz einig, aber das war am Freitagabend egal! Denn ze Hus is Kölle in jedem Veedel und ohnehin sin mir all Fasteleer!

So fanden sich Jecke aus der ganzen Stadt und darüber hinaus in der Grenzwirtschaft ein. Sie haben sie erkannt, die Gesellschaftskritik in Stadtrands kölschem Leed, und wollen mehr Texte können als “dap dadadap”. Also sangen sie sich durch die 20 Neuvorstellungen, um textsicher für die jecken Tage zu werden. Sie wagten sich an die höchsten Töne in “He es Kölle ze Hus” und stellten den Zusammenhang her zwischen den Männern der Zeitsparkasse in Michael Endes “Momo” und Kempes Feinests “Niemols ze spät”. Sie klärten gemeinsam mit Fiasko über die Farben der Herzen auf, beleuchteten stimmungsvoll zum Leuchtturm ihre Kölschgläser und hatten eine gute Zeit.

Zum Druckluft-Akrobat wurden die Herren der Zunft aufgefordert, ihre Abspack-Moves zu präsentieren. Sensationell zeigten zwei kölsche Magic Mikes, was sie in den 80er Jahren in der Disco gelernt hatten.  Drei Mädels des Kölner Improvisationstheaters fühlten sich da ungerecht behandelt, hätten sie doch auch gerne auf der Bühne performt. Natürlich gab es am Ende Gleichberechtigung: Sie durften die Polonaise für Ludwig Sebus anführen!

Die Choreo zum Lied der Räuber performte das Loss mer singe Team Oben auf der Bühne spiegelverkehrt, damit die Menge Unten sie schnellstmöglich lernen konnte. Kein Wunder, dass der Hit die Abstimmung für sich entschied.

Eine Diskussion gab es noch um Romeo und Julia. Waren die “nit jetrennt und nit zesamme” oder waren die zusammen bis in den Tod? Das war am Ende egal wie die Frage, in welchem Veedel wir denn nun gefeiert haben.