Nachbericht der 2. Vorrunde der Kölsche Musik Bänd Kontest (27.04.2026, Zimmermanns Jassweetschaff)
Foto: Robert Scheuermeyer
Am Morgen erschütterte eine Nachricht die KMBK-Welt: Q3 mussten ihren für den Abend geplanten Auftritt in Zimmermanns Jassweetschaff leider absagen. Da die 12 Startplätze beim Kölsche Musik Bänd Kontest heiß begehrt sind, stand der Ersatz schnell fest.
Trööt & Flitsch durften den Abend in Bickendorf auch direkt eröffnen. Zu Kölschen Texten mit Anlehnungen an bekannt-bewährte Themen wie „Dat Kölsche Jrundjesetz“ oder die „Kayjass No. 8“ spielen die beiden Musiker „Rheinische Weltmusik“. Und ein ungewöhnliches Blasinstrument feierte KMBK-Premiere: Das Helikon, ein enger Verwandter der Tuba, ist fester Bestandteil jedes Stückes von Trööt & Flitsch.
Als Zweites kündigte das Moderatoren-Duo aus Sängerin Eva Soujon und KMBK-Chef Frank Kuratle die Band Bartsch an, KMBK-„Wiederholungstäter“ aus dem Jahr 2024. Nun wurde es richtig laut in Zimmermanns Jassweetschaff, denn die vier Männer begeisterten das Publikum mit kraftvollem Bluesrock. Namensgeber und Songschreiber der Band, Stefan Bartsch, sang über „Marion“ und „Die Naach“ (natürlich die Kölner) und bat „Hetz mich nit“.
Zuletzt durfte sich das Publikum über zwei weitere bekannte Gesichter freuen: Chille en Kölle sind das neue Projekt der Besetzung des „Susanne Riemer Duo“, das 2024 an selber Stelle (damals noch „Kääzmann’s“) die KMBK-Vorrunde gewonnen hatte. Frontfrau, Sängerin und Trompeterin Susanne Riemer präsentierte ironische Texte mit viel Sprachwitz zu jazzigen Sounds und meisterhafter Beherrschung ihres Instruments.
Selten war ein Abend des KMBK musikalisch so breit gefächert wie dieser. Trotzdem war sich die Jury aus u.a. Bandmitgliedern von Kempes Feinest, Lupo und Fiasko vergleichsweise einig und wählte Chille en Kölle zum Sieger. Beim Publikum fiel die Entscheidung knapper aber mit gleicher Tendenz aus.
ERGEBNIS: Platz 1: Chille en Kölle mit 48,4%; Platz 2: Bartsch mit 33,1%; Platz 3: Trööt & flitsch mit 18,5%.